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Segeltörn durch das Paradies auf Erden

Der Gedanke an einen Segel-Urlaub in der Karibik knipst bei vielen Menschen das Kopfkino an. Doch warum nicht aus der Fantasie mal Realität werden lassen?

Schwärme von bunten Fischen tummeln sich im glasklaren Wasser, farbige Korallenriffe faszinieren das Auge des Beobachters.

Wer an die Karibik denkt, hat sogleich viele Vorstellungen im Kopf – von türkisblauem Wasser, langen, einsamen Stränden mit feinem weißen Sand, geschützten Buchten, im Wind wehenden Palmen, Sonne pur und warmen Tropennächten. Davon, dass in diesem Fall das Klischee der Wahrheit entspricht, kann sich jeder überzeugen, der ein Flugzeug besteigt und sich aufmacht in diese Region, die viele als das Naturparadies auf Erden schlechthin bezeichnen. Und wer mehr sehen will als nur ein Fleckchen dieses Paradieses, dem sei eine Rundreise durch die Karibik empfohlen – mit dem Segelboot. Gerade die kalte und graue Jahreszeit in Mitteleuropa bietet sich dafür an. 

Eine solche, meist zweiwöchige Segeltörn bietet zahlreiche Vorteile: Man erlebt verschiedene Inseln der Karibik, kann die Ruhe auf einem Segelschiff zur Entspannung nutzen, an verschiedenen Orten ins Meer springen und verschiedene Strände genießen. Nicht zuletzt ist die Karibik ein Paradies für Segler, denn ein beständiger leichter Wind sorgt ganzjährig dafür, dass der Bordmotor nur selten angeworfen werden muss. Gesegelt wird in der Regel mit modernen Katamaranen, die Platz für etwa acht Mitreisende haben. Sie bieten ein unmittelbares Karibik-Feeling und sind mit allem ausgestattet, was es zu einer komfortablen Reise braucht. 

Klar ist aber auch, dass die Reisenden auf manchen Luxus verzichten müssen. Die Kabinen bieten oft Platz für ein Bett und einen kleinen Schrank und gerade noch ausreichend Stauraum für den Koffer. Aber als Reisender hält man sich ohnedies eigentlich nur zum Schlafen darin auf, gibt es doch tagsüber an Deck so unglaublich viel zu sehen und zu genießen. Wegen des begrenzten Platzes an Bord sollte man sich beim Packen auf das Notwendige beschränken. Aber der Bikini oder die Badehose brauchen ja viel weniger Platz als der dicke Winterpulli, den man getrost zuhause lassen kann. Er wird bei durchschnittlichen Jahrestemperaturen von 29 Grad in der Karibik nun wirklich nicht benötigt. Die Wassertemperaturen von durchschnittlich 27 Grad bieten sich auch für eher kälteempfindliche Urlauber an. Strom für Handys oder Kameras gibt es während der Fahrt. Nachts wird er dagegen komplett abgeschaltet.

Die Crew wird vom Reiseveranstalter gestellt, so dass der Passagier sich voll auf die Sonne, den angenehmen milden Wind oder das, was ihm das Auge alles so bietet, konzentrieren kann. Oft kann man den unsagbaren Reichtum an exotischen Unterwasserwelten von Bord aus erkennen. Schwärme von bunten Fischen tummeln sich im glasklaren Wasser, farbige Korallenriffe faszinieren das Auge des Beobachters. Fraglos sind das unvergessliche Anblicke. Um sich das alles aus noch größerer Nähe anzuschauen, kann man auch im wahrsten Sinne des Wortes eintauchen in diese beeindruckende, farbenfrohe Unterwasserwelt oder an den seichten Stränden schnorcheln. 

Es gibt auch Törns, auf denen die Mitreisenden selbst Hand anlegen und der Crew bei ihrer Arbeit helfen können. Das macht das Segeln noch mehr zu einem unmittelbaren Erlebnis. Die Crews bestehen aus erfahrenen Seglern, die Passagiere brauchen keinerlei Kenntnisse. Das gilt auch für solche, die selbst mitmachen möchten. Natürlich gibt es Einweisungen in die Sicherheit an Bord.


Die Törns führen entlang vorher festgelegter Reiserouten an den Inseln vorbei. Alleine die Grenadines bestehen aus 125 Eilanden, aber natürlich stehen auf den Reiseplänen auch St. Lucia, genannt auch das „Kronjuwel der Antillen“ mit seinen steil aufragenden Bergkegeln, den Pitons, und seinem 1219 Meter hohen Vulkan, dessen Abhänge mit dichtem Regenwald bewachsen sind. Natürlich bieten auch viele andere Inseln wie Grenada, Bequia, Mustique, St. Vincent oder die Tobago Cays mit dem fasziniernden Horeshoe-Korallenriff unvergessliche Eindrücke. Oft fühlt man sich wie in der Marigot Bay an Filmkulissen erinnert – und manchmal haben diese wundervollen Ecken auch schon als solche gedient. Für Reisende, die zwischendurch zur Abwechslung mal etwas mehr Trubel suchen, bietet sich beispielsweise Union Island an, wo man am ausgelassenen Treiben der Einheimischen teilnehmen kann. 


Die Regenwälder auf verschiedenen Inseln bieten mit ihrer schier unglaublichen Vielfalt an Tieren und Pflanzen eine weitere besondere Attraktion. Wer an einer organisierten Wanderung teilnimmt, sollte allerdings körperlich einigermaßen fit sein und über festes Schuhwerk verfügen sowie möglichst Gehstöcke dabeihaben. Denn das Wandern auf den oft schlammigen Wegen kann leicht einmal zur Rutschpartie werden. Spannend kann auch die Besichtigung Jahrhunderte alter Festungen sein, die es auf manchen Inseln gibt und die die Erinnerung an die Zeit der Piraten wach werden lassen.


Gebucht werden können die Reisen direkt bei den Veranstaltern in Deutschland. Sie bieten eine breite Palette von Angeboten mit unterschiedlichen Routen und Schwerpunkten. Die Anreise wird teilweise mitgebucht, teilweise wird sie in Eigenregie vorgenommen und ist ab etwa 600 Euro zu haben. Von Frankfurt aus können Direktflüge gebucht werden, andere Airlines fliegen beispielsweise mit Zwischenstopp in Paris. Und zum Schluss noch eine gute Nachricht: Die Schäden, die die beiden Stürme „Irma“ und „Maria“ im Herbst 2017 auf einigen Inseln anrichteten, sind inzwischen nach Angaben örtlicher Behörden oder Vertretern der Tourismusbranche zum allergrößten Teil behoben.

Text:
Armin
Fuhrer

Fakten

Segeltörns in die Karibik bieten ein unvergessliches Erlebnis und eine gute Möglichkeit, mal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Gereist wird zumeist auf einem modernen Katamaran. Auf dem Markt gibt es inzwischen eine ganze Reihe Anbieter, bei denen eine solche Reise gebucht werden kann. Sie bieten unterschiedliche Touren an.

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Journalist

Armin Fuhrer

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