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Auch in New York wird die Seilbahn als praktisches öffentliches Verkehrsmittel genutzt. BUSINESS MOBILITY

Über dem Verkehrskollaps schweben

Fahrräder, E-Scooter, ein leistungsstärkerer ÖPNV, ja bald auch noch teure Flugtaxis sollen Metropolen helfen, die Autos von den Straßen zu holen und einen drohenden Verkehrskollaps zu vermeiden. Warum aber denken nur wenige Verkehrspolitiker an einen guten alten Bekannten der Personenbeförderung mit Garantie für schöne Aussichten? Die Drahtseil-Luftseilbahn ist weit über hundert Jahre erfolgreich, dies zwar hauptsächlich im Gebirge, an einigen Orten mittlerweile aber auch im städtischen Verkehr auf dem flachen Land. Südamerika spielt dabei eine Vorreiterrolle. In der bolivianischen Stadt La Paz sind bereits zehn Seilbahnlinien im Einsatz und im mexikanischen Ecatepec nahe Mexiko-Stadt ist das charmant als „Himmels-Metro“ bezeichnete Beförderungsmittel dreimal schneller als ein Sammeltaxi oder ein Bus auf den Straßen. Seilbahnfahren ist umweltfreundlich, sicher und verlässlich, der Bau kostengünstig und in kurzer Zeit realisierbar. Hindernisse jedenfalls versperren in einer Gondel niemals den Weg und immerhin kann eine Seilbahn bis zu 24.000 Menschen am Tag bewegen.

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Journalist

Helmut Peters

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