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Um die Elektromobilität erfolgreich voranzutreiben, ist auch das Voranschreiten der Digitalisierung von sämtlicher auf Mobilität bezogener Prozesse elementar. DIGITALISIERUNG

Reform für die Elektromobilität

In einer Pressekonferenz des Bundesverbandes eMobilität sprach der Präsident Kurt Sigl über noch erforderliche und noch zu erreichende Meilensteine, um die Verkehrswende realisieren und Klimaziele ein-halten zu können. Dies richtet sich insbesondere an die Verwaltungs- und Regierungsinstitutionen. 

Die beschlossenen Klimaziele der Europäischen Union seien hochgesteckt, aber machbar.

Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes eMobilität; Foto: Presse

Die beschlossenen Klimaziele der Europäischen Union seien hoch-gesteckt, aber machbar. Hierfür wird allerdings der Ausbau von Elektromobilität nötig sein, so Sigl: „Fördermillionen allein liefern keine Verkehrswende.“ Es sei mehr als bedeutsam, zu erkennen, dass der Umstieg auf Elektromobilität der einzig verfügbare Weg des Verkehrssektor sei, um die Vorgaben und Ziele zu erreichen. Sigl fordert eine klare und eindeutige Strategie von Wirtschaft und Verwaltung, sodass, neben den Kaufan-reizen für EndkundInnen auch die Verkehrspolitik sinnvoll sei und ihren Beitrag zur Verkehrswende beitrage. Momentan verweile die Regierung laut BEM weit unter den Möglichkeiten für eine gelingende Verkehrswende. 

Außerdem betont Sigl, dass sich Veränderungen und Innovationen nicht nur auf den Kfw-Bereich beschränken, im Gegen-teil: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieses Land seine Tatkraft immer nur im Auto sieht und die Wertschöpfung in den anderen Bereichen ignoriert.“ Dazu zählt er beispielsweise Baumaschinen, Transportgeräte, Leichtfahrzeuge sowie Fahrzeuge aus der Schiffs- und Luftfahrt. Hier sieht er viel Potenzial in puncto Aus-bau entsprechender Infrastruktur sowie Wertschöpfung. Dies dürfe nicht vernachlässigt werden.

Um die Elektromobilität erfolgreich vor-anzutreiben, ist auch das Voranschreiten der Digitalisierung von sämtlicher auf Mobilität bezogener Prozesse elementar. Sigl dazu: „Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass sich in Fragen digitaler Verwaltung und digitaler Signatur nichts getan hat. Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf.“  

Der BEM befürwortet zudem ein Tempo-limit von 130 km/h, um die Künstliche Intelligenz im Mobilitätsbereich weiter zu entwickeln – unter sicheren und funktionellen Aspekten. 

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Journalist

Jakob Bratsch

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