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Richtig Fahrt nahm die Gründerszene Hessens mit dem von der Landesregierung angestoßenen Startup-Zentrum TechQuartier (TQ) auf. Anzeige

Aufblühender Start-Up Hub

Mit einer Top-Infrastruktur, millionenschweren Förderprogrammen und einer florierenden Gründerszene wird Hessen für Start-Ups immer interessanter.

„Der Schlüssel für wirtschaftliche Dynamik sind Start-Ups: Junge Gründerinnen und Gründer mit innovativen Geschäftsideen. Wir wollen, dass Hessen für sie zur ersten Adresse in Deutschland wird.“ Dass es Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ernst meint, zeigt sich unter anderem durch die Entwicklung eines Masterplans mit einem Förderprogramm im Volumen von 20 Millionen Euro. Auch das 2017 aufgelegte 33,5 Millionen Euro schwere Programm „Hessen Kapital III“ soll Gründer weiterhin unterstützen, aus Ideen marktreife Produkte und Dienstleistungen zu erschaffen. Im kommenden Haushalt ist zudem eine halbe Million Euro Stipendiengelder für Start-Up-Gründungen aus dem Job heraus vorgesehen. Koordiniert werden diese Stipendien von dem neu gegründeten Referat „Start-Ups, Kultur- und Kreativwirtschaft“ im hessischem Wirtschaftsministerium. Zudem ist die Gründung einer Geschäftsstelle Start-Up Hub Hessen vorgesehen. Diese ist angedockt an die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes, Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) und soll die vielen Hubs, Labs und Meetups, die in der jüngsten Vergangenheit aus dem Boden sprießten, vernetzen und fördern.

Und sprießen tut es reichlich in Hessens Start-Up-Szene. Nach der Gründer-Brutstätte Unibator von der Goethe-Universität, von Banken initiierten Digital-Laboren und diversen Gründer-Events wurde im Frühjahr 2016 das Fintech-Hub der Deutschen Börse eröffnet. Richtig Fahrt nahm die Gründerszene Hessens mit dem von der Landesregierung angestoßenen Start-Up-Zentrum TechQuartier (TQ) auf. Der Ende 2016 gestartete Vernetzungshub für die Fintech-Branche hat sich mittlerweile zur zentralen Anlaufstelle für eine internationale Start-Up-Community unterschiedlichster Branchen entwickelt. „Mit der richtigen Infrastruktur, einem großen Netzwerk an lokalen Unternehmen sowie diversen Events und Accelerator-Programmen bringen wir Start-Ups gezielt mit Expertise und Kapital zusammen und haben auf diese Weise bereits zur Entwicklung einer Vielzahl neuer Technologien und Geschäftsmodelle beigetragen“, erläutert TQ-Co-Director Thomas Funke dessen Erfolgsstory.

Darüber hinaus wächst sowohl die Anzahl als auch die Teilnehmerzahl von Networking-Events wie Gründerhub-Meetup, Futur@ Marburg oder Start-Up-Safari rasant. Und mit regionalen Partnern, wie dem Business Angel Netzwerk und Initiativen wie Start-Up Grind will das Networking-Start-Up Pitch-Club die Rhein-Main Region pushen. Dieses florierende aber fragmentierte Ökosystem für Start-Ups und Innovation zu vereinen, hat sich die 2018 gegründete Online-Plattform STATION zum Ziel gemacht. „Mit STATION bieten wir dem wachsenden Ökosystem FrankfurtRheinMain eine digitale zentrale Anlaufstelle, die alle relevanten Informationen zur regionalen Start-Up- und Innovationsszene bündelt. Und mit dem Flagship-Event Start-Up-SAFARI FrankfurtRheinMain macht STATION die redaktionelle Berichterstattung sowie das Start-Up Verzeichnis noch anfassbarer,” erläutert Co-Founderin Carolin Wagner das Konzept.

Anfassbar wird der Start-Up-Spirit auch durch Delegationen zur Tech-Konferenz Slush in Helsinki, SXSW Conference & Festivals in Austin sowie ins Silicon Valley, welche hochrangige Repräsentanten des hessischen Ministeriums interessierten Gründern bieten. Durch die konsequente Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und privaten Initiativen holt der Standort auf. Zumal er an sich ja schon über eine beindruckende Infrastruktur verfügt. So zählt die Metropolregion Rhein-Main zu einem der stärksten Wirtschafts- und Forschungszentren in Deutschland und Europa, und Frankfurt ist ein bedeutender Finanzplatz und größter Internetknoten der Welt. Das Land Hessen gehört schon heute zu den wichtigsten High-Tech-Regionen Europas. Allesamt ideale Voraussetzungen für die Herausbildung eines florierenden Gründer-Ökosystems. Erste Erfolge wurden bereits erzielt. So sammelten hessische FinTechs, laut EY-Start-Up-Barometer, im ersten Halbjahr 2018 63 Millionen Euro ein und katapultierten Hessen damit bei Investitionen in dieser Branche auf Platz 2 – nach Gründer-Mekka Berlin. Sieht so aus, als müssten sich die bisherigen Gründer-Hot-Spots in Zukunft warm anziehen.

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Journalist

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