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Sprachreisen sind auch bei Erwachsenen beliebt

Obwohl fast sechs von zehn Sprachreisen von Schülern gemacht werden, steigt das Interesse an erwachsenen Sprachschülern stetig. Dabei steht der Wunsch nach besserem Englisch an erster Stelle, mit weitem Abstand folgen Spanisch und Französisch.

Wer bei Einheimischen schläft und mit ihnen speist, lernt Land und Leute weit intensiver kennen als Kursteilnehmer, die im Hotel oder Apartment leben.

Denn in vielen Berufen wird gutes Englisch mittlerweile vorausgesetzt, und gerade bei geschäftlichen Verhandlungen und gehobenen Konversationen fühlen sich auch Erwachsene unsicher. Während bei wöchentlich stattfindenden Volkshochschulkursen oft Termine, Überstunden oder nicht selten auch die Überwindung des inneren Schweinehundes wegen schlechten Wetters die regelmäßige Teilnahme schwierig machen, bietet ein Sprachkurs den Vorteil, eine, zwei oder auch mehrere Wochen lang täglich konzentriert dem Unterricht folgen zu können und damit seine Sprachkenntnisse merklich zu verbessern.

„Für viele Erwachsene steht jedoch nicht nur das Lernen auf der Agenda, sondern auch die Möglichkeit, alleine eine spannende Reise zu machen, ohne sich dabei alleine zu fühlen und ohne dass ihnen das Stigma einer offiziellen Single-Reise anhaftet“, sagt Julia Richter Geschäftsführerin vom Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. (FDSV) in Berlin. „Und was viele nicht wissen: Auch Erwachsene haben die Möglichkeit, in einer Gastfamilie unterzukommen und somit ihre kulturelle Kompetenz zu verbessern.“ Denn wer bei Einheimischen schläft und mit ihnen speist, lernt Land und Leute weit intensiver kennen als Kursteilnehmer, die im Hotel oder Apartment leben. Neben kommunikativen Alleinreisenden erfahren besonders die „jungen Alten“ zwischen 55 und 65 Jahren Sprachreisen als ideale Urlaubsform, bei der eine sinnvolle Urlaubsgestaltung mit vielfältigem Sport- und Kulturprogramm und der Option auf interessante Bekanntschaften kombiniert wird.

Doch wie findet man den richtigen Sprachkurs? Gerade der Markt für Englisch ist wegen der Fülle der Angebote sehr unübersichtlich, zudem werden viele Spezialsprachkurse angeboten. Julia Richter rät deshalb, bei einem deutschen Sprachreise-Veranstalter zu buchen, denn hier genießt man den Schutz des deutschen Reiserechts. Wer bei einem deutschen Qualitätsveranstalter bucht, kann dabei schnell erkennen, ob dieser Veranstalter Mitglied in einem Fachverband ist, ob nach Richtlinien wie DIN EN 14804 geprüft wurde, ob persönliche Referenzen veröffentlicht wurden und vor allem, ob eine kostenlose und persönliche Beratung angeboten wird.

Hilfreich ist der Sprachreise-Finder des FDSV, der alle Angebote der FDSV-Mitglieder auflistet: Unter www.fdsv.de hilft der Fachverband dabei, die passende Sprachreise zu finden – ob es nun eine Woche in England oder fünf Wochen in Südafrika sein sollen.

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Journalist

Katja Deutsch

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