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Durch einen Chat auf der Internetseite des Unternehmens haben Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Meinungen zu äußern. LEBENSMITTEL INDUSTRIE UND AGRAR WIRTSCHAFT

Eine Marke stark machen

Zur Marke wird man nicht einfach so. Viele Analysen und Fragestellungen gehen dem gezielten Aufbau einer Marke voraus.

Auch wenn es bei vielen Dingen eine relativ homogene gefühlte Preisgrenze gibt, entscheidet der Preis noch lange nicht als Hauptkriterium.

Was bin ich und was möchte ich sein? Stimmen diese beiden Punkte überein oder klafft die Schere bereits hier weit auseinander? Wer oder was soll kommuniziert werden, um das „Was möchte ich sein?“ zu erreichen? Wer soll mein Produkt oder meine Dienstleistung kaufen? Auch hier liegen Wunsch und Wirklichkeit selten auf einer Linie. Was tue ich, um meine Kunden kennenzulernen, wer sollen meine neuen Kunden werden? Denn wenn ich so weitermache wie bisher, werden sich kaum neue Absatzmärkte auftun. Wer seine ganz eigene „Most Wanted“-Zielgruppe definiert hat, muss sie in passender Weise ansprechen und dazu wissen, wo sie sich bewegt und was sie antreibt, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen – positive Aufmerksamkeit, wohlgemerkt. Wer sich wegen zu vieler und zu hektischer Marketingaktivitäten genervt fühlt, wird sicherlich nicht zum Kunden werden.

Wie wird der wichtigste Aspekt meiner Marke kommuniziert und welche Instrumente setze ich dazu sein? Das zieht die Fragen nach sich, ob der Einsatz lokal begrenzt bleiben soll oder ob eine überregionale Aktivität sinnvoll ist und wie die Art der Markenkommunikation aussehen soll. Neben den seit einiger Zeit so überschwänglich gelobten Kommunikationsstrategien in verschiedenen sozialen Meiden gibt es weitere nicht zu unterschätzende Kanäle, die ebenfalls wichtiges Kommunikationswerkzeug für den Aufbau und die Pflege einer Marke sind. Haptische Vergnügen sind dabei nicht zu vergessen, denn etwas Hochwertiges in die Hand zu nehmen bereitet durchaus Vergnügen, sei es ein ansprechender Briefumschlag, Flyer oder Karton.

Was noch vor ein paar Jahren bei der verständlich geschriebenen Bedienungsanleitung endete, reicht heute im Idealfall bis zum – bitte auch funktionierenden! – Chat auf der Internetseite des Unternehmens. Hier haben Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Meinungen zu äußern, was über kurz oder lang dazu führt, dass sie zu Kunden werden – und ihrerseits die Möglichkeit haben, auf passenden Kanälen mit und über die Marke zu kommunizieren.

Eine gute Marke ist durchaus in der Lage, ihren Umsatz durch die richtigen Marketing- und Kommunikationsinstrumente aktiv zu steuern. Durch die Abgrenzung von der Konkurrenz und den Transfer bestimmter Emotionen entsteht ein Produkt oder eine Dienstleistung von hoher Anziehungskraft. Auch wenn es bei vielen Dingen eine relativ homogene gefühlte Preisgrenze gibt, entscheidet der Preis noch lange nicht als Hauptkriterium. Der alte Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“, gewinnt in Zeiten leidenschaftlicher Diskussionen über Nachhaltigkeit wieder stark an Bedeutung. Dem Kunden das Gefühl zu vermitteln, durch den Kauf etwas Gutes zu tun oder besonders hip, fit, sportlich, modisch oder gesund zu sein, ist ein Aspekt, der eine starke Marke ausmacht und Kunden bindet. Gut dosierte Kommunikation ist dazu unerlässlich.

Was ist gutes verpackungsdesign? Ein Interview mit Dieter Hauser von HS Design Dieter Hauser GmbH & Co. K


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Journalist

Katja Deutsch

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