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Supergenaue Messgeräte haben übernommen

Die Digitalisierung verändert die Labore. Chips an Messgeräte sorgen für genauere Daten, Software für deren bessere Analyse, Dokumentation und Tempo.

Die Analysetechnik hat in den vergangenen Jahren extrem große Sprünge gemacht und dafür gesorgt, dass sie in der Medizin und in industriellen Herstellungsprozessen eine noch wichtigere Rolle übernommen hat. 

Die Entwicklung der Computertechnologie und das Internet haben die Arbeit in Laboren stark verändert. Die Analysetechnik hat in den vergangenen Jahren extrem große Sprünge gemacht und dafür gesorgt, dass sie in der Medizin und in industriellen Herstellungsprozessen eine noch wichtigere Rolle übernommen hat. Ein Ende dieses Fortschritts ist nicht abzusehen.

Nicht nur bei Proben und Produkten, sondern auch bei der Analyse, Beurteilung und Steuerung von Prozessen und Abläufen spielt, gerade im Hinblick auf Digitalisierung (Internet-of-things) und Automatisierung (Industrie 4.0), die Labortechnologie und die in den Laboren verwendete Software eine immer größere Rolle. Hier ist insbesondere die onlinefähige Messung direkt am oder während des Prozesses möglichst zeitnah oder in Echtzeit als Herausforderung für die Zukunft anzusehen.

Für das schnelle Tempo dieser Entwicklung hat die Digitalisierung gesorgt. Moderne computergesteuerte Analyse-Geräte liefern nicht nur genauere Werte. Sie liefern sie auch schneller und vor allem als digitalen Datensatz, den andere Rechner und von ihnen gesteuerte Maschinen und Roboter mit der entsprechenden Software verwenden können.

Das bedeutet, sie können schneller verwertet werden, oft bereits ohne noch den Umweg Mensch nehmen zu müssen. Die Analysenergebnisse aus dem Labor sind als digitaler Datensatz heute viel schneller unterwegs als früher. Während Werte vor einigen Jahren noch mit bloßem Auge abgelesen und mit der Hand in Tabellen eingetragen wurden, liefern heute Laborgeräte wie Mikroskope, Thermometer oder elektronische Nasen, aber auch Spezialgeräte wie Destilliergeräte oder Spektrometer digitale Datensätze, die im Computer ausgewertet und am Bildschirm besser dargestellt werden können. Analyseergebnisse können über das Internet mit nur Milli-Sekundenverzögerungen an jedem anderen Ort, weit weg vom Messgerät verschickt werden – was in einer globalisierten Wirtschaft, in der Chemie-, Medizin oder Nahrungsmittelhersteller weltweit Werke und Labore betreiben, inzwischen unerlässlich ist.

Datensätze werden auf Servern gespeichert und können jederzeit und immer wieder abgerufen und verwendet werden. Viele teure und langwierige Mehrfachuntersuchungen sind überflüssig geworden. Analysesoftware liefert heute Ergebnisse als Kurven oder übersichtliche Tabellen, die früher reine Zahlenkolonnen waren. Dass nicht mehr nur das bloße Auge und das manuelle Messen für Werte sorgt, sondern supergenaue digitale Geräte das übernehmen und Übertragungsfehler wegfallen, liefert genauere Ergebnisse.

Die Qualität von Produkten wird in fast allen Branchen regelmäßig in Laboren beurteilt, denn dort ist die Ausstattung vorhanden, um reproduzierbar zu messen und die Ergebnisse mit den Zielvorgaben zu vergleichen. Die dazu notwendige Mess- und Analysentechnik reicht von der Waage bis zum Gas-Chromatographen, oder Massenspektrometer.

Fakten

Es gibt viele Arten von Laboren: Medizinische und biologische, chemische, physikalische, technische. Lebensmittellabore, in denen Nahrungsmittel durch die Analyse neuer Zusammensetzungen von industriell gefertigten Lebensmitteln geschaffen werden, gelten als chemische Labore, Reinraumlabore als technische.

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Journalist

Christian Litz

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