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Philip Köster, deutscher Windsurf-Weltmeister REISEN & ERLEBEN

Auf Sylt werden Weltmeister gemacht

Mit mehr als 200 000 Besuchern ist der Windsurf World Cup Sylt der weltweit größte und höchstdotierte Wettkampf der Profis im Windsurfen auf der Worldtour.

Ich gebe alles, um auf Sylt ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Eine steife Brise und ordentliche Wellen – mehr braucht die Windsurf-Elite nicht, wenn sie sich vom 28. September bis zum 7. Oktober 2018 auf Sylt zum Mercedes-Benz Windsurf World Cup trifft. Dabei ist Sylt die letzte Station und zudem mit 120 000 Euro Preisgeldern das höchstdotierte Event der PWA (Professional Windsurf Association)-Tour. Rund 160 Teilnehmer aus 35 Nationen werden um Weltranglistenpunkte, Titel und Preisgelder ihre Boards über die Nordsee tanzen und fliegen lassen. Und als besonderes Highlight wird auf Sylt, als einziger der insgesamt neun Stationen, der sogenannte Super Grand Slam ausgetragen. Dabei treten die Fahrer in vier unterschiedlichen Disziplinen, Freestyle, Wave, Slalom und Foil – je nach Windbedingungen – täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr gegeneinander an.

In der Kategorie Wave ist der deutsche Windsurf-Weltmeister Philip Köster mit seiner Segelnummer G-44 auch in diesem Jahr wieder auf Sylt dabei und kämpft erneut um den Titel. Schon als 17-Jähriger holte er 2011 als erster Deutscher den Weltmeistertitel. Nach einer Knieverletzung im Jahr 2016 und einer Wettkampfpause gelang ihm trotzdem 2017 auf Sylt der überraschende Sieg und damit der vierte Weltmeistertitel. Und der Windsurfstar ist guter Dinge, dass ihm ein Sieg auf Sylt auch in diesem Jahr gelingen kann. „Die Konkurrenz ist groß, da kann wirklich alles passieren. Im vergangenen Jahr hat niemand damit gerechnet, dass ich nach meiner Verletzung den Titel holen könnte. Auch in diesem Jahr gebe ich alles, um auf Sylt ganz oben auf dem Treppchen zu stehen“, so der Weltmeister. Dabei ist Sylt nicht nur wegen der Wetterbedingungen ein ganz besonderer Platz für den 23-Jährigen. „Sylt ist ein spezieller Ort für mich. Natürlich habe ich durch die WM-Titel besondere Erinnerungen an die Insel und den World Cup. Zum Windsurfen ist die Location eine besondere Herausforderung, da der Wind teilweise komplett auflandig ist und chaotische Wellen erzeugt“, so der Profi-Windsurfer. Doch Philip Köster liebt diese Art von Herausforderungen.

Als letzte Station der neun Wettkampforte der World-Tour wie zum Beispiel Japan, Korea oder Marokko findet Philip Köster Sylt einfach super und einen perfekten Platz, um einen World Cup durchzuführen. „So viele Zuschauer und ein so hohes Niveau findet man nur auf Sylt. Egal wie das Wetter ist, die Leute sind am Strand und sehen den Surfern zu. Der Applaus an Land motiviert mich auf dem Wasser enorm“, verrät der 23-Jährige. Doch auch wenn es ihm gelingen sollte, am 7. Oktober ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, um als Weltmeister der Disziplin Wave geehrt zu werden, wird Philip Köster künftig nicht zu den Einheimischen gehören. „Sollte ich wieder Weltmeister werden, überlege ich es mir. Aber ehrlich: Ich liebe es, auf Gran Canaria zu leben. Außerdem reise ich extrem viel, zum Beispiel an die australische Westküste. Viel Zeit zu Hause verbringe ich also nie“, erklärt der vierfache Weltmeister.

Am 28. September um 16:00 Uhr startete der Mercedes-Benz Windsurf World Cup mit einer Eröffnungsfeier in der Musikmuschel an der Promenade von Westerland. Neben den atemberaubenden Leistungen der Wassersportler erleben die mehr als 200 000 Besucher ein tolles Rahmenprogramm mit kulinarischen Highlights, vielen Side-Events und Partys bis tief in die Nacht.


Fakten

Seit vielen Jahren ist Sylt im Herbst das Mekka der Surfszene. Hier in den Wellen vor dem Brandenburger Strand werden die Weltmeister gekürt, hier steigen die schärfsten Partys nach den Rennen, wird das höchste Preisgeld an die Starter aus aller Welt gezahlt. Beste Chancen hat auch in diesem Jahr der amtierende Weltmeister Philip Köster.

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Journalist

Jörg Wernien

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