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Herausforderungen meistern: Chinesische Medizin gegen Stress

Ärzte können die Methoden zur Stressbewältigung aus der TCM jetzt in Hamburg studieren

Überlastung im Job, Familienkonflikte, hohe Selbsterwartungen: Es gibt sie in fast jeder Biografie. Gerade Frauen leiden besonders unter Mehrfachbelastungen. Wer dabei dauerhaft seine Grenzen überschreitet, läuft Gefahr auszubrennen und seiner Gesundheit zu schaden. „Wenn die Kraftreserven aufgebraucht sind und der Energiefluss im Körper blockiert ist, gerät die Körperregulation aus dem Gleichgewicht“, erläutert Privat-Dozent Dr. Sven Schröder, Geschäftsführer des HanseMerkur Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) aus Sicht der TCM. „Beschwerden sind von Patientin zu Patientin verschieden. Konzentrationsmangel, Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit treten neben Magen-Darm-Beschwerden, Kopf-, Glieder oder Rückenschmerzen auf“, erklärt der Arzt.

Die chinesische Diagnose zeigt, welche Körperbereiche eine Über- oder Unterfunktion aufweisen. Darauf basiert eine individuelle Behandlung mit stärkenden Maßnahmen, wie pflanzlichen chinesischen Arzneitees und ausgleichenden Therapiemethoden, wie speziellen Akupunktur-Behandlungen. „Sehr effektiv kann auch die Massage- und Grifftechnik Tuina eingesetzt werden“, erläutert Schröder. Mit den harmonisierenden Atem- und Bewegungsübungen des Qi-Gong kann jede Frau aktiv zu ihrem Wohlbefinden beitragen.

Patientinnen können sich darüber hinaus prophylaktisch behandeln lassen, damit es gar nicht zu ernsten Symptomen kommt. Ärzte haben jetzt die Möglichkeit, am UKE ein berufsbegleitendes Masterstudium der Chinesischen Medizin aufzunehmen; ein Gemeinschaftsprojekt des HanseMerkur Zentrums für TCM am UKE, der UKE-Akademie und der Shanghai TCM-Universität.

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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