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Traumhaus in der grünen Ruhr

Das Haupthaus eines alten Hofes wird zum architektonischen Prachtstück und punktet dabei mit erstklassiger Dämmung und hohem Sicherheitsstandard.

Wir genießen neben dem Design diese Sicherheit, die uns optisch in keinster Weise stört.

Wer im Grünen aufgewachsen ist, empfindet das hektische Großstadtleben nach ein paar Jahren oft als ganz schön anstrengend – und bekommt Sehnsucht nach mehr Natur. Doch wo findet man ein passendes Haus? Felix Rodenjohann und seine Freundin hatten Glück: Inmitten der grünen Ruhrmetropole stießen sie auf eine Baugemeinschaft, die ein 1861 erbautes Gehöft erworben und von jedem Besitzer seinen Bedürfnissen entsprechend umgebaut worden war. Das Haupthaus des Hofes, der in einem kleinen Dorf mitten in ländlicher Idylle im wenig bekannten, grünen Teil des Ruhrgebietes liegt, wurde versteigert und der junge Wirtschaftsfilmregisseur griff begeistert zu. 

„Wir haben gestalterisch von außen gar nichts groß verändert“, erzählt er. „Sondern alles, was wir angefangen haben, richtig gemacht.“ Am Ende wurde eine komplette Kernsanierung daraus, weil die Substanz des gesamten Bauwerkes in weitaus schlechterem Zustand war, als auf den ersten Blick ersichtlich. Abreißen und neu bauen wäre baurechtlich keine Option gewesen, doch durch die aufwändige Sanierung wurde für das
junge Paar der Kaufpreis sehr viel teurer.  

„Eigentlich mag ich nichts an Altbauten“, sagt Felix Rodenjohann. „Nicht, wenn es alt riecht und schon gar nicht, wenn es dunkel ist und zieht!“ Doch einen gesichtslosen Neubau konnten sich die beiden auch nicht vorstellen und so formulierten sie ihr Ziel: Den Charme des alten Bauernhauses mit der Energieeffizienz und dem Komfort eines Neubaus zu verbinden. Heraus kam nach einjähriger Bauphase eine gekonnte Verbindung aus altem Gemäuer und modernen Ein- und Aufbauten, die energetisch an ein Passivhaus heranreicht und dabei höchsten Ansprüchen an Handhabung und Design entspricht. Die 190 Quadratmeter Wohnfläche kosten weniger als 30 Euro Heizkosten im Monat. „Und das trotz der hohen Decken“, sagt der Regisseur stolz. „Wir haben nicht einmal Solarzellen, weil das aufgrund der Dachform nicht ging – und kommen trotzdem dank der hervorragenden Dämmung auf angenehme Temperaturen von 22 Grad Celsius, in den Bädern sogar auf kuschelige 24 Grad.“

Natürlich hätte man die Sandsteinfassade auch einfach hinter einer hässlichen Dämmung verstecken können. „Aber wir wollten die schönen, alten Steine behalten und ließen sie Stück für Stück sanieren, neu verfugen, sandstrahlen und imprägnieren.“ Ein völlig verbauter Wintergarten wurde abgerissen, dafür große Fenster in Richtung Westen eingeplant. Die defekte Fußbodenheizung wurde ebenso erneuert wie sämtliche Fenster und Türen und das Dach. „Wir haben ein ganz neues Dach eingezogen, sodass eine benutzbare Dachterrasse entstanden ist und dazu eine komplette Verglasung über Eck mit frei stehendem Fenster und motorisch betriebener Hebeschiebetür  machen lassen.“ 

Die Fenster im Innenbereich sind allesamt modern, schlicht und klar und setzen mit ihrer Eleganz einen gekonnten Kontrast zu den historischen Wänden und dem massiven Eichenboden des dreistöckigen Baus. Von außen bestehen die dämmenden Schallschutz-Sicherheitsfenster aus Aluminium, von innen blickt man auf anthrazitfarben lackiertes Holz. 

„Wir haben konsequent mechanische Sicherheitstechnik verbaut“, so der 31jährige. „Auf Alarmanlagen haben wir verzichtet. Unser Anspruch war, alles zu tun, um mögliche Einbrecher daran zu hindern, überhaupt ins Haus zu gelangen.“ Dazu gehört Sicherheitsverglasung und verdeckt liegende Sicherheitsbeschläge der Kategorie RC3 sowie abschließbare Griffe an sämtlichen Fenstern.

Die schlichte, optisch klare Linie der Fenster setzt sich bei den Türen fort. Dabei wurde der Fokus ganz bewusst auf den Look gelegt und die ewig währende Bauhausreligion „Form follows Function“ umgekehrt. „Wir wollten vom Wohnraum aus den Blick auf die bündig abschließenden Türen haben und nicht auf die Zargen. Deshalb öffnen sie sich jetzt in Richtung Flur, nicht in die Zimmer hinein wie normalerweise üblich. Und bei Gästetoilette und Arbeitszimmer können sie auch mal aneinanderstoßen.“ 

Nur die Haustüre fällt aus dem Raster – aber nur optisch. Sie fügt sich wie eine ganz normale, historische Haustüre in das alte Gemäuer und ist doch ein Bollwerk an Sicherheit, Wärmedämmung und Technik. Geöffnet wird sie per Fingerprint oder Code, auch Bluetooth ist eine Option. Kommt man mit schweren Einkaufstaschen beladen an, öffnet sie sich leise und vollautomatisch – und zwar ganz. Wenn sie sich wieder schließt, verriegelt sie sich gleichzeitig von selbst. 

Das Fenster im Badezimmer im Erdgeschoss muss gar nicht erst geöffnet werden, sorgt doch eine im Rahmen integrierte Spaltlüftung dafür, dass die feuchte Luft unauffällig entweichen kann. „Wir genießen neben dem Design diese Sicherheit, die uns optisch in keinster Weise stört.“

Besonders schön sind zwei große Hebeschiebetüren, die sich per App öffnen und schließen lassen. „Die eine davon macht eigentlich keinen praktischen Sinn, höchstens in vielen zig Jahren, wenn wir sehr, sehr alt sind und eine schwere gläserne Schiebetür nicht mehr von Hand bewegen können“, schmunzelt Felix Rodenjohann. „Aber sie sieht einfach super aus und trennt den Altbau sozusagen vom neu angesetzten Teil des Hauses. Und doch – zum Durchlüften des ganzen Hauses ist es schon recht praktisch, wenn man einfach auf sein Smartphone drückt und nicht drei Stockwerke nach unten laufen muss, um die Türe zu öffnen.“ Ohne störende Bodenschiene, die schnell zur Stolperfalle werden kann, gleiten die Schiebetüren sanft zur Seite und schließen sich ebenso schnell wieder. Tolle Optik, tolle Technik – tolles Haus!

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Journalist

Katja Deutsch

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