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Fitnessprogramm für den Vierbeiner

Hunde können echte Bewegungsfanatiker sein. Agility ist ein Sport, der sie körperlich und geistig herausfordert und die Beziehung zum Menschen fördert.

Eine Grundregel sollte unbedingt beachtet werden: Spaß muss es machen.

Viele Hundehalter kennen das: Ihr vierbeiniger Liebling ist häufig nicht ausgelastet und braucht etwas, womit er sich abreagieren kann. Wenn dafür nicht das Sofa im Wohnzimmer oder die Hausschuhe des Hausherrn herhalten sollen, kann Sport helfen. Denn auch für Hunde gibt es schon seit Ende der siebziger Jahre eine Fitnessbewegung: Agility. Das kann man betreiben wie ein Profi – immerhin werden sogar Weltmeisterschaften veranstaltet – oder rein aus Spaß an der Freude.

Für die allermeisten Hundebesitzer steht wohl weniger der Wettbewerb im Vordergrund als der Spaß, den sie gemeinsam mit ihrem Liebling erleben können. Beim Agility-Training durchläuft der Hund einen Parcours aus Hindernissen, über die er beispielsweise rüberspringen oder unter denen er durchlaufen muss. Das trainiert seine körperliche Fitness, beansprucht seine geistigen Fähigkeiten und macht vielen Hunden einfach viel Spaß. Zudem fördert es die Bindung zwischen Zwei- und Vierbeinern, denn Frauchen oder Herrchen kommt bei der Sache auch eine Aufgabe zu: Sie zeigen dem Hund durch Zeichen oder Befehle, was er zu tun hat und loben ihn im Erfolgsfall. Und am Ende ist der Hund so richtig ausgepowert und hat, kaum ist er wieder zuhause, vielleicht nur nach einen Wunsch: ab ins Körbchen, gemütlich einrollen und schlafen.

Wer seinen Hund auf diese Weise mit einem großen Fun-Factor fordern möchte, kann das vorwiegend am Wochenende auf eigens eingerichteten Parcour-Anlagen tun, die Vereine oder Hundeschulen in vielen Städten anbieten. A propos Hundeschule: Ohne eine Einführung durch einen Hundetrainer sollte kein Hund auf den Parcours geschickt werden. Und der Mensch sollte gleich mit üben, denn wie so oft gilt auch beim Agility-Training: Wenn es nicht richtig läuft, ist meistens der Mensch schuld, nicht der Hund.

Bevor es losgeht, müssen aber unbedingt ein paar Fragen geklärt werden. Ist mein Hund geeignet für das Training? Sehr große Hunde oder kleine Rassen mit langgestreckten Körpern beispielsweise sind das nicht. Ebenso sollte der Hund mindestens 15 Wochen alt sein. Für ältere Hunde, die nicht mehr so gut auf vier Beinen unterwegs sind, ist Agility ebenso nicht geeignet. Und eine Grundregel sollte unbedingt beachtet werden: Spaß muss es machen. So gibt es viele Hunde, die großen Spaß beim Agility-Training haben – andere aber auch nicht. Niemals sollte man einen solchen Hund dazu zwingen. Ebenso sollte der Mensch keine Höchstleistungen verlangen, um sich damit vor seinen eigenen Artgenossen brüsten zu können.

An grauen und kalten Wintertagen kann man zumindest für kleinere Hunde einen Parcours auch im heimischen Wohnzimmer aufbauen. Zum Beispiel lässt sich mit ein paar Stühlen und Decken ein Tunnel errichten, durch den der Hund gerne durchkrabbelt, vor allem, wenn am Ausgang zur Belohnung ein Leckerli wartet. So kann man im Winter schon mal für den richtigen Parcours draußen üben.

Fakten

Agility ist eine Sportart für Hunde, bei der dem Vierbeiner Geschicklichkeit und Ausdauer abverlangt werden. Zugleich fördert der Sport die Bindung zum Menschen, denn beide müssen die Herausforderungen gemeinsam bestehen. Hunde mit Gelenkproblemen oder anderen Krankheiten sollten den Sport nicht betreiben.

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Journalist

Armin Fuhrer

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