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Volker Steinmetz, Leiter Vertrieb und Underwriting EXTREMUS Versicherungs-AG INVESTMENTS

3 Fragen an Volker Steinmetz über Terrorversicherung

Volker Steinmetz, Leiter Vertrieb und Underwriting EXTREMUS Versicherungs-AG. Der Spezialversicherer schützt Unternehmen gegen finanzielle Verluste durch Terroranschläge.

Wie stufen Sie das Terrorrisiko in Deutschland ein?

Vor dem Hintergrund der letzten Terroranschläge ist von einer unvermindert hohen Bedrohungslage auszugehen. Gefährdet sind insbesondere Objekte mit großen Menschenansammlungen und Citylagen. Dies begründet einen hohen Absicherungsbedarf, auch für Anleger und Investoren. Potenziell gefährdete Risiken stellen z. B. auch Gotteshäuser, Hotels, Messen, Einkaufzentren bzw. -passagen, Kliniken, Flughäfen, Bahnhöfe, Chemie- und Pharmaunternehmen, Energieversorger, Stadien, Veranstaltungshäuser und ihre angrenzenden Immobiliennachbarschaft dar.

Warum gibt es eine eigenständige Terrorversicherung?

Nach dem 11. September 2001 brachen weltweit alle Terrorkapazitäten zusammen. Eine Deckung von industriellen, gewerblichen und institutionellen Risiken gegen Terrorakte war plötzlich nicht mehr möglich. In Deutschland wurden alle bestehenden Terrordeckungen gekündigt, weil das Ausmaß der Schäden nicht quantifizierbar war und nach wie vor ist. Unter Mitwirkung des Bundes, des BDI und des GDV kam es am 3. September 2002 zur Gründung der EXTREMUS Versicherungs-AG in Köln.

Wie sieht die zweigeteilte Absicherungslösung aus?

Sachversicherer bieten in Verträgen mit einer Summe von bis zu 25 Mio. Euro die Terrorversicherung an bzw. schließen die Deckung nicht aus. Ab 25 Mio. Euro deckt EXTREMUS Terrorschäden bis zu einer Jahreshöchstentschädigung von aktuell 9 Mrd. Euro. Davon trägt die privatwirtschaftliche (Rück-)Versicherung zunächst 2,52 Mrd. Euro. Danach steht der Staat mit einer Staatsgarantie von 6,48 Mrd. Euro bereit.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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