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Batteriespeicher müssen optimiert werden. NACHHALTIG FÜR DIE UMWELT

Volle Ladung, wo sie gebraucht wird

Batteriespeicher im modernen Wohnen können einen erheblichen Beitrag zur besseren Integration erneuerbarer Energien insgesamt leisten.

25 % des gesamten Stromverbrauchs entfallen auf die privaten Haushalte.

Man glaubt es kaum, aber allein 25 % des gesamten Stromverbrauchs entfallen auf die privaten Haushalte. Aus diesem Grund spielt dieser Bereich für eine nachhaltigere und kostensparende Energieversorgung eine herausragende Rolle. Im Fokus stehen dabei Heimspeicher, deren Potenzial heute jedoch weitestgehend ungenutzt ist. Denn moderne, smarte Häuser und smarte Wohngemeinschaften wären in der Lage, mit Stromreserven in Heimspeichernetzen weitaus geschickter umzugehen, wenn hier die richtigen Voraussetzungen geschaffen würden. „Den Energieverbrauch senken, regenerative Energieerzeugung steigern und den Eigenverbrauch selbsterzeugten Stroms auszubauen“, erklärt Dr. Sebastian Heinz von der High Performance Battery Technology GmbH, „sind die Themen des modernen Wohnens, in dessen Zentrum Heimspeicher zukünftig stehen.“

Heute werden Heimspeicher vor allem mit einer PV-Anlage in Verbindung gebracht, um den Eigenverbrauch zu steigern. Dabei können sie deutlich mehr beitragen. Werden sie zwischen den Haushaltsgeräten und dem Stromnetz eingesetzt, können sie unter Erhalt der Geräte den Strom dann aus dem Netz beziehen, wenn er zur Verfügung steht, und dann bereitstellen, wenn er im Haushalt gebraucht wird. Ebenso interessant ist es aber, dass sie auch in Zeiten einer Unterversorgung Strom ins Netz einspeisen, um die Volatilität der Erzeugung, z. B. bei einer Windflaute, netzdienlich auszugleichen. Damit kann der Verbraucher sogar selbst Geschäfte machen, denn über eine aktive Teilnahme an der Strombörse oder der Regelenergie kann er zusätzliche Einnahmen generieren und damit die Energiekosten insgesamt für den Haushalt senken.

Sprechen wir von smarten Quartieren, dann kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der für eine nachhaltige Energieversorgung ebenso zentral ist: Die Synergieeffekte im Quartier führen dazu, dass der Speicherbedarf im Quartier kleiner ist als die Summe der Speicher, die nötig wären, wenn jeder nur seinen eigenen Speicher einsetzen würde.

Das führt allerdings auch zu der relevanten Frage, wie Speicher dimensioniert werden müssen, um solche Speicherziele zu erreichen. Mit dieser Zukunftsfrage setzt sich das aktuelle White Paper „Rightsizing – aber richtig!“ auseinander und spannt den Bogen für den Einsatz von Batteriespeichern über alle Anwendungsfälle bis hin zu industriellen Großspeichern. Die Kombination der Batterieeigenschaften entscheidet darüber, wie groß Speicher tatsächlich sein müssen und wie klein sie werden können. Ein Aspekt, der umso wichtiger wird, je mehr Speicher wir einsetzen. Ansonsten tauschen wir ein Klimaproblem gegen ein Ressourcen- und Entsorgungsproblem bei Batteriespeichern.

Doch dafür müssen noch Voraussetzungen geschaffen werden, denn die eingeschränkte Langlebigkeit und die Entflammbarkeit der aktuellen Batterien sowie eine Regulierung, die das Potenzial von Speichern für die Energiewende noch nicht ausreichend erkannt hat, sind Felder, auf denen es neue Lösungen braucht. Die High Performance Battery Technology GmbH arbeitet genau daran. Und dafür, dass sowohl das Geschäftsmodell als auch das Design überzeugen kann, wurde sie doppelt nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022.

Es ist aber nicht die Technik wie ein flexibles Rightsizing von Akkus und Batterien allein, das uns hier weiterhilft. Im Fokus steht auch unser täglicher Umgang mit den Ressourcen und eine optimierte Anwendung der Energiespeicher, über die wir verfügen. Es klingt fast paradox und ist doch eine große Verführung, wenn uns immer effizientere Batteriespeicher jetzt und in Zukunft zur Verfügung stehen, wir bei der verbesserten Nutzung dieser Mittel den Verbrauch aber nicht drosseln, sondern wegen geringerer Kosten und stärkerer Belastbarkeit der Speicher auch noch erhöhen. Gesteigerter Bedarf erhöht den Energieverbrauch und auch den Rohstoff bedarf für die Batterieherstellung. Und Letzteres ist nicht immer nachhaltig nachhaltig und sollte daher kritisch überprüft werden.

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Journalist

Theo Hoffmann

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