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Was Sie zum Thema Sicherheit wissen sollten

Videoüberwachung – was zu beachten ist

Alle fünf Minuten wird eingebrochen. Ein Grund für viele Hausbesitzer eine Überwachungskamera zu installieren. Dabei gelten allerdings einige Regeln.

Jeder Hausbesitzer hat das Recht auf seinem Grundstück eine Videoüberwachung anzubringen. Wichtig ist dabei, dass ausschließlich das eigene Grundstück oder Haus gefilmt und überwacht wird. Auch gemeinsame Zuwegungen oder Einfahrten dürfen nicht überwacht werden. Diese Beobachtung greift in das allgemeine Persönlichkeitsrecht ein und das ist durch das Grundgesetz geschützt.

Auch öffentliche Wege und andere öffentliche Bereiche darf die Kamera nicht im Visier haben. Hier könnten Passanten betroffen sein. Um Missverständnissen vorzubeugen sollte eine nicht schwenkbare Kamera angebracht werden. Ein Schild „Videoüberwachung“ setzt Besucher davon in Kenntnis.

Wenn diese Regeln beachtet werden, steht einer Videoüberwachung nichts im Wege. Experten schätzen das es in Deutschland rund eine Million Überwachungskameras gibt. Weil die Technik preisgünstig geworden ist greifen viele Privatleute zur Videokamera.“ Natürlich ist die Zunahme da. Auch Wohnungseinbrüche oder Einbrüche in Gewerberäume, da haben schon viele Kunden technisch aufgerüstet," sagt Harald Olschok, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft.


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Smarte Sicherheit – Trends bei den Alarmanlagen

Am 10. Mai hat das Bundeskabinett eine Verschärfung der Strafen für Einbruchsdiebstahl auf den Weg gebracht. Die Mindeststrafe soll dann bei einem Jahr liegen. Eine gute Nachricht für alle in Deutschland. Dennoch investieren die Deutschen weiter in die Sicherheit von Haus und Wohnung. Besonders gefragt sich Elektronische Einbruchssicherungen die auch nachträglich eingebaut werden können. „Smart-Alarm“ ist das Stichwort.

Anlagen die per Funk miteinander kommunizieren, die per Smart-Phone weltweit gesteuert werden können, sind der Renner. Hier werden Tür – und Fenstersensoren mit Bewegungsmeldern verkoppelt, auch Videokameras und Rauchmelder lassen sich mit einbinden.

Für eine große Wohnung liegt man zwischen 2.000 und 3.000 Euro inklusive des Einbaus durch einen Fachmann. Die Bundesregierung hat dazu ein Zuschussprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt.

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Die Schwachstellen – Fenster und Türen

In Bad Segeberg laufen Beamte der Kripo so genannte Präventionsstreifen. Sie schauen sich die Wohngegenden an, notieren die Schwachstellen und reden aktiv mit betroffenen Bürgern. "Da steckten die Haustürschlüssel draußen in der Tür, Fenster waren reihenweise auf Kipp," so Sandra Mohr von der Polizei Bad Segeberg.

Wer so sorglos mit der Sicherheit umgeht, darf sich über ungebetenen Besuch nicht wundern. Dabei gibt es heute sichere Techniken für Fenster und Türen, die einen Einbruch erheblich erschweren. " Wir raten zur Installation einer Alarmanlage und dem Einbau einbruchshemmender Fenster und Türen. Jede Polizeidienststelle in Deutschland kann sie da gut beraten," so Sandra Mohr von der Kripo in Bad Segeberg.

Auch zum Nachrüsten gibt es viele Möglichkeiten. "Eingebaute Sicherungen können nur bei fachgerechter Montage den entsprechenden Einbruchsschutz bieten," so Expertin von der Kripo. 

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