European Media Partner

So verbringen Profi-Wintersportler die Weihnachtszeit

Selina Jörg, Profi-Snowboarderin, Foto: www.oliverbeckmann.com

Ich liebe die Vielseitigkeit beim Snowboarden, man braucht dafür Kraft, Ausdauer, koordinative Fähigkeiten, Mut und Schnelligkeit. Das Besondere beim Alpin-Snowboarden sind die K.O.-Duelle – man muss sich in jeder Runde auf einen neuen Gegner und oft veränderte Pistenbedingungen einstellen. Am meisten aber liebe ich es, immer in der freien Natur zu sein.

Abseits des Wintersports gibt es viele Sportarten, an denen ich Gefallen habe, vor allem alles, was zwei Räder hat! Ich bin ein absoluter Rad-Fan, egal ob Rennrad oder Downhill, ich liebe es, auf dem Bike unterwegs zu sein und neue Trails zu erkunden.

Neben dem Leistungssport war es mir immer wichtig, auch etwas für die Zeit danach zu tun. Ich habe im Fernstudium zunächst International Management (Bachelor) studiert und danach noch einen Master in Wirtschaftspsychologie drangehängt. Ich denke, dass ich damit
für die Zeit nach dem Profi-Sport gut gerüstet bin.

Ich bin schon seit über 20 Jahren Vegetarierin und kenne es fast nicht anders, Weihnachten ist für mich wie jede andere Zeit im Jahr auch. Meine Mutter und Schwester essen ebenfalls seit vielen Jahren kein Fleisch mehr, daher gibt’s im Hause Jörg, wo ich gemütlich die Feiertage verbringen werde, ohnehin
keine Weihnachtsgans.


Andreas Wellinger, Profi-Skispringer, Foto: Stefan Hobmaier for Red Bull

Ein professioneller Surfer muss wahrscheinlich im Wasser aufwachsen. Dass ich in den Bergen und mit dem Schnee aufwachsen konnte, ist genau das Richtige für mich. Das würde ich – sofern ich die Wahl hätte – auch wieder so genießen wollen.

Sport allgemein macht mir sehr viel Spaß und ist eine Leidenschaft. Skispringen, Surfen, Fußball – die Freude daran macht es ganz leicht, die Energie dafür aufzubringen. Und dass mir etwas die Laune verdirbt, kommt tatsächlich nicht so häufig vor. Und selbst wenn, gewinne ich die gute Laune schnell wieder.

Weihnachten verbringe ich entspannt mit meiner Familie im Berchtesgadener Land. Wie genau wird erst noch geplant und hängt auch von unserem Trainings- beziehungsweise Wettkampfplan ab. Aber eines steht schon fest: Es wird sehr lecker und ich werde richtig reinhauen.

Meine Vorsätze fürs neue Jahr: Gesund bleiben, mit einem Lächeln durchs Leben gehen und den Spaß am Sport beibehalten. Und natürlich viel Sport machen und erfolgreich trainieren.


Francesco Friedrich, Profi-Bobfahrer, Foto: Frank Fuessel

In meiner Heimatstadt wurde zu einem Sportwettkampf eine Bobbahn aufgebaut, an der sich mein Bruder mit großem Spaß und Erfolg versucht hat. Das wollte ich dann auch mal ausprobieren. Mein Bruder fährt jetzt allerdings keine Bobrennen mehr, sondern betreibt nun Skeleton. Aber ich bin so zum Bobfahren gekommen. 

Wir trainieren jeden Tag. Im Winter von früh bis spät: Bob fahren, Krafttraining, Physiotherapie und so weiter. Im Sommer ist es etwas entspannter, da trainieren wir circa 25 Stunden die Woche, beispielsweise Leichtathletik und Krafttraining. Manchmal bleibt da sogar noch etwas Zeit für Basketball, Badminton oder das Fahrrad.

Jetzt zu Weihnachten bin ich ganz entspannt zu Hause bei Frau und Sohn. Keine anderen Familien-Events oder Verwandtschaftsbesuche. Bei mir sind das ja auch nur drei freie Tage, da brauche ich viel Ruhe zum Runterkommen. Mal richtig faulenzen und einen Feiertagsbraten genießen, mehr muss nicht sein.

Die Stiftung KinderHerz ist mir sehr wichtig, die unterstütze ich gern als Botschafter bei ihrer wichtigen Arbeit – insbesondere seit ich selbst Vater bin. Die Schicksale der herzkranken Kinder berühren mich. Das ist so ergreifend und bewundernswert, wie diese Kinder ihr Leben meistern.

Teile diesen Artikel

Journalist

Kirsten Schwieger

Weitere Artikel