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Zahlreiche Organisationen setzen sich dafür ein, dass Kinder weltweit einen Zugang zu Bildung erhalten. FAMILIE & VORSORGE

Für eine bessere Zukunft spenden

Mit Patenschaften, Geld-, Sach oder Zeitspenden lassen sich notleidende Kinder im In- und Ausland unterstützen.

Armut bedeutet nicht nur Mangel an Essen, Kleidung und medizinischer Versorgung, sondern auch an gerechten Bildungschancen.

Kinderarmut gibt es auf der ganzen Welt. Besonders stark betroffen sind Kinder in Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Aber auch in Osteuropa und in Deutschland leben viele Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Dabei bedeutet Armut nicht nur Mangel an Essen, Kleidung und medizinischer Versorgung, sondern auch an gerechten

Bildungschancen. Kinderhilfsorganisationen helfen weltweit, die grundlegende Bedürfnisse von Kindern sicherzustellen und ihnen eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Ihre Schwerpunkte haben sie dabei meist in unterschiedlichen Themengebieten, oft auch verschiedenen Projektländern. Sie engagieren sich gegen Hunger, Kinderarbeit, -prostitution sowie soziale Ungerechtigkeit und für eine bessere Gesundheitsversorgung, Bildung und Kinderrechte.

Neben großen internationalen Kinderhilfsorganisationen wie Unicef, Plan International, World Vision, Save the Children oder terre des hommes gibt es hierzulande noch viele andere, oftmals kleinere Organisationen, welche sich für Kinderwohl einsetzen. Beispielsweise die SOS-Kinderdörfer, die Kindernothilfe, das Deutsche Kinderhilfswerk oder das Kinderhilfswerk Eine Welt e.V. Mit einmaligen oder dauerhaften Spenden können Privatpersonen diese finanziell unterstützen. Die Spenden können allgemein verwendbar oder zweckgebunden sein – beispielsweise für eine bestimmte Anzahl Atemschutzmasken, Schulbücher, Impfungen oder auch ein Babybett. Bei zweckgebundenen Spenden wissen Spender genau, was mit ihrem Geld passiert. Allerdings verursachen sie einen großen Abwicklungsaufwand und ziehen möglicherweise Geld von dringenderen Projekten ab.

Insbesondere die großen Organisationen bieten zudem die Möglichkeit, Patenschaften für ein konkretes Kind zu übernehmen. Mit dieser persönlichen Form der Spende wird die Grundversorgung notleidender Kinder sichergestellt und ihnen Perspektiven für die Zukunft ermöglicht. Am nachhaltigsten ist diese Unterstützung, wenn nicht nur das Patenkind, sondern ein ganzes Projekt oder die ganze Dorfgemeinschaft des Kindes damit unterstützt werden. Noch wichtiger als bei einmaligen Spenden ist die sorgfältige Information über seriöse und individuell passende Organisationen.

Eine sehr persönliche und ideale Spendenform für pensionierte Menschen ist die Zeitspende. Als Vorlesepaten oder Leih-Großeltern können Best Ager beispielsweise benachteiligten Kindern in ihrer Nähe Unterstützung und Geborgenheit geben – in individuell passenden Zeitrahmen. Auch Sachspenden wie Kleidung, Spielzeug oder Bücher nehmen viele Organisationen gerne an – per Post oder durch persönliche Abgabe. Mit der Smartphone-App „Share The Meal“ des World Food Programme lässt sich mit nur 40 Cent einem Kind eine Mahlzeit spendieren.

Eine beliebte Spendenform zur Weihnachtszeit ist die Übernahme eines Weihnachtsgeschenkes für ein bedürftiges Kind im In- oder Ausland. Hier können entweder selbst Pakete mit Sachspenden gepackt oder online in Auftrag gegeben werden. Großer Bekanntheit erfreuen sich beispielsweise das Engelbaum-Projekt des christlichen Vereins Kinderarmut in Deutschland oder die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ der Samariter. Auch die Tafeln und viele andere kleine Organisationen organisieren Weihnachtsgeschenke für Kinder in Not.

Fakten

Neben einer Liste nicht empfehlenswerter Patenschafts-Anbieter bietet die Stiftung Warentest auf ihrer Webseite eine Checkliste für die gewissenhafte Auswahl einer passenden Organisation. Generelle Auskünfte zu Spendenorganisationen erteilt das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen unter: sozialinfo@dzi.de

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Journalist

Kirsten Schwieger

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